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Zum Saisonausklang hatten sich Martin und Achim zur Mitteldistanz mit 1,9km Schwimmen, 92km Rad und 21km Laufen in Almere-Amsterdam gemeldet. Es war ein Rennen der Challenge-Serie, mit 35jähriger Tradition, perfekt organisiert und garniert mit herrlichem Wetter.

Martin war sehr schnell im Wasser und nach 26 Minuten als Zwölfter schon auf dem Rad, von welchem er nach 2:23 Std. wieder abstieg. Die Strecke war bei mäßigem Wind sehr schnell und als höchste Erhebungen stellten die Deiche auch keine Hindernisse dar. Leider verlor Martin dann beim Laufen viele Plätze, da sein Fersensporn im Fuss sich schmerzend bemerkbar machte (1:59 Std). So kam Platz 134 mit einer Gesamtzeit von 4:56 Std. heraus.
Deutlich langsamer, weil deutlich älter, aber auch deutlich zufriedener war Achim unterwegs. Mit bekannter Schwimmschwäche reichte es zwar nur zu 43 Minuten, aber auf dem Rad kam Freude auf, weil er hier 200 Teilnehmer überholen konnte und nach 2:49 Std. einparkte. Im Laufen ging es zunächst gut los, aber bekanntlich kommt bei den langen Triathlonstrecken der Hammer am Schluss - und so auch diesmal. Auf den letzten, langsamen Kilometern tat alles weh (2:07 Std). Doch die Euphorie beim Zieleinlauf macht alles wieder gut. Insgesamt Platz 542 in 5:49 Std.
Nach Achim's Verletzung im letzten Jahr war 2016 eine tolle Comeback-Saison (außer dem schlechten Tag am Twistesee) mit dem Höhepunkt am Schluss. Möglich wurde das nur durch die wöchentlich heilenden Hände und Ratschläge von Vereinskamerad, Physiotherapeut und Osteopath Klaus Müller. Vielen Dank dafür!!!

Viele kennen und bewundern sie: Jan Frodeno und Sebastian Kienle, Triathleten, IRONMAN-Europameister in Frankfurt und Weltmeister auf Hawaii. Unsere Triathleten heißen Anna, Tim, Katarina, oder Wolfgang. Und sie kämpfen mit mindestens der gleichen Leidenschaft! 

Aber in diesem Bericht geht es – ausnahmsweise – mal nicht um Spitzenzeiten, Erfolge, Schweiß, Siegesfreude oder Tränen. Es geht um „Randfiguren“ im wahrsten Sinne des Wortes, fleißige Hände, um Idealisten, um ehrenamtliche Helfer im Dienst der Sache!

 

Seit Monaten planen wir „unsere“ Veranstaltung, den City Triathlon Baunatal. Seit Wochen bereiten wir alles vor. Dabei sind die Rahmenbedingungen einerseits schwierig und andererseits einfach nur fantastisch. Schwierig, weil wir kein Gewässer in Baunatal haben, das organisatorisch einen „normalen“ Triathlon ermöglicht. Fantastisch, weil wir von der Stadt, den Stadtwerken, dem Aquapark, dem städtischen Bauhof, der Polizei und vielen anderen so viel Unterstützung bekommen!

 

Der Baunataler Triathlon findet als Jagdtriathlon statt. Das heißt, alle Athleten schwimmen zunächst im Schwimmbad und nach einer Pause starten die Triathleten einer Wertungsklasse noch einmal auf die Rad- und Laufstrecke in den Zeitabständen ihrer Schwimmergebnisse. Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Ein paar Zahlen: Rund 400 Athleten, 8 Klassenwertungen (Hessenliga bis 2. Bundesliga), 16 Schwimmgruppen, 7 km gesperrte Radstrecke, 1,67 km gesperrte Laufstrecke!

 

Um das alles zu meistern gibt es einen straffen Zeitplan und viele Helferinnen und Helfer. Sie sorgen für die Versorgung, reichen Wasser, stoppen Zeiten, bauen auf und bauen ab, helfen beim Start und im Ziel und sichern die Strecken ab! Es sind genau diese „Randfiguren“, die sonntags früh aufstehen, ihr eigenes Training vernachlässigen und für mindestens 6-7 Stunden ohne auch nur einen Gegenwert ihren meist einzigen freien Tag der Woche opfern – nur für ein einfaches „Danke“. Sie alle stehen auch bei schlechtem Wetter bereit – und das Wetter war dieses Jahr schlecht. Dabei stehen sie mit Regenschirm an einer Straßenecke, haben ein Lächeln auf den Lippen und singen „I‘m singing in the rain...“. Das sind unsere wahren Helden, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. Deshalb noch einmal DANKE!

 

Der Lohn sind Rückmeldungen, wie diese: „Ein interessantes Format, gut organisiert. Hat Spaß gemacht bei Euch“. Das gilt aber nicht nur den Organisatoren, sondern ALLEN!

 

Natürlich war nicht alles „top“ und wir können auch noch etwas verbessern: Ob es die etwas zu späte Bereitstellung der Kaffeeversorgung ist, das nicht rechtzeitig aufgeschlossene Tor, weil der Zuständige es (nach einem vorherigen nächtlichen Feuerwehreinsatz ab 4.00 Uhr) einfach vergessen hat oder der Programmabsturz in der Zeitmessung (alle Daten rein, fast keine raus). Wir arbeiten daran und nächstes Jahr wird das nicht mehr auftreten, versprochen! Mal sehen, was das nächste Jahr für Überraschungen für uns bereithält.

 

Was uns aber ein wenig traurig gestimmt hat, war die Situation an der Radstrecke. Jedes Jahr verteilen wir in der Woche vorher Flyer entlang der gesperrten Straßen, informieren mehrfach in den Baunataler Nachrichten und weisen darauf hin, dass an einem Sonntag im Jahr für 7 Stunden die Straße nicht befahren werden kann. Viele Anwohner haben dafür Verständnis, was uns sehr freut.

 

Leider werden aber immer wieder unsere großartigen Helferinnen und Helfer der Straßensicherungen beschimpft und beleidigt. Das haben sie nicht verdient! Dabei werden die Anwohner nicht eingeschlossen, sondern müssen an diesem Tag nur mal einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. In Zeiten von Wochenendshoppingtouren nach Hamburg oder Berlin sollte das doch kein Problem darstellen.

 

Wir würden uns an dieser Stelle oftmals mehr Gelassenheit und Verständnis wünschen. Gerne möchten wir alle einladen, im Stadion vorbeizukommen und zuzusehen, welche großartigen sportlichen und ehrenamtlichen Leistungen vor Ort erbracht werden. Wir wollen auch in 2017 wieder am Start sein!

Feucht fröhlich ging es am letzten Sonntag in Baunatal zu. Bei teils Sinnflutartigen Regenfällen wurde das Radfahren zu einer echten Geschicklichkeitsprobe. Unsere Bilanz: 2 von 3 Teams kamen sturzfrei durch das Rennen. Unsere 5 Jungs der ersten Hessenliga um Presidente Thomas Schröder kamen am besten mit den Bedingungen klar und fuhren auf dem Radkurs souverän von Platz 6 nach dem Schwimmen auf 1 vor. Auch beim abschließenden Lauf blieben alle 5 zusammen und sicherten sich den Tagessieg in der 1. Hessenliga. 

Die Damen hatten mit den rutschigen Strassenverhältnissen weitaus mehr zu kämpfen und stürzten gleich zu Beginn der 1. Radrunde. Anna musste daraufhin das Rennen verletzungsbedingt beenden, sodass die anderen 3 als vierte Mannschaft ins Ziel kamen und sich einen dritten Rang in der Tabelle sicherten. 

Auch von Sturzpech geplagt war die 2. Bundesliga Mannschaft. Bastian Schalk verlor in einer Kurve die Kontrolle über sein Rad und prallte gegen einen Bordstein. Doch anstatt aufzugeben fuhr er alleine wieder an die Gruppe heran und gab weiter Vollgas für seine Mannschaft. Der für Christoph eingesprungene Tobias Kisling kam leider nicht sehr gut mit den widrigen Bedingungen klar und verlor auf dem Rad den Anschluss, sodass auch er vorzeitig das Rennen beendete. Die Jungs beendeten sowohl in der Tageswertung als auch in der Gesamttabelle die Saison auf dem 8. Platz. 

Ein großer Dank geht an alle Helfer, die zu einem reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beigetragen haben. Die Ergebnisse findet ihr auf unserer Website. 

Es war der 28. August 2016 als um 11 Uhr der Startschuss zum 5. Ironman 70.3 in Zell am See - Kaprun erfolgte. Es sollte meine zweite Mitteldistanz werden. Die Sonne strahlte vom wolkenlosen blauen Himmel über dem Zeller See und es kündigte sich ein extrem heißer Tag an. 

Nach dem Start der Profis wurden die ca. 2000 Age Grouper im Rahmen des Rolling Starts in den ca. 21 bis 22 Grad kalten Zeller See geschickt. Mein Sprung mit Neo ins kühle Nass erfolgte ca. 20 - 25 Minuten später. Die erste Disziplin, die zugleich die erfrischenste war, verlief für mich sehr positiv.Durch den Rolling Start war es ein relativ entspanntes Schwimmen und nach 34:14 min über die 1,9 km Runde durch den Zeller See erreichte ich den Ausstieg.

Das Radprofil stellte sich schon bald als sehr anspruchsvoll heraus. Nach einigen flachen Kilometern ging es einen ca. 13 km langen Anstieg hinauf. Landschaftlich natürlich sehr schön ging es durch den Wintersportort Dienten am Hochkönig, worauf zum Abschluss des Anstieges die letzten 2 Km eine Steigung von ca. 14 % betrug. Am höchsten Punkt der Strecke angekommen erreichte ich den Filzensattel auf 1280 m. Dann ging es abwärts. Zuerst durch eine leider noch nicht ganz fertig gestellte Baustelle und somit schlechten Straßenbelag und weiter sehr kurvenreich durch etliche Serpentinen bergab. Der Großteil der Strecke lag jedoch noch vor mir. Der befürchtete heiße Tag nahm schon jetzt Realität an. Ich trank zusätzlich zu meinem Gel wie ein Weltmeister Wasser, denn die Hitze machte sich schon jetzt auf dem Rad bemerkbar.

Am Ende der 90 km Runde stand dann eine Radzeit von 2:48:29 Std., womit ich mehr als zufrieden war.

 

Nun folgte der abschließende Halbmarathon, eigentlich meine stärkste Disziplin. An diesem Tag aber schonmal vorweg gesagt, war dies die Hölle. Von der Wechselzone in Schüttdorf ging es durch die pralle Sonne bei 30 - 35 Grad Richtung Altstadt Zell am See und von da aus weiter am See Richtung Thumersbach zum Wendepunkt. Zurück ging es wieder nach Zell am See Altstadt, nach Thumersbach und wieder nach Zell am See, wo das ersehnte Ziel auf mich wartete. Bei den Wetterbedingungen und der Vorbelastung kommt einem jeder kleine Anstieg doppelt anstrengend vor. Bei jeder Verpflegungsstelle freute ich mich über die kalte Dusche und die angebotene Cola. Klar, als ambitionierter Läufer hätte ich mir eine Laufzeit von um die 1:30 Std. gewünscht, aber bei der Hitze war einfach nicht mehr drin. War dann stolz, dass ich den Lauf ohne Gehpausen durchgezogen habe und zufrieden mit 1:49:52 Std. für die 21 km.

 

Es war ein Kampf gegen mich, der sich im Kopf abspielte und den ich eindeutig gewonnen habe. Schließlich stand unter dem Strich eine Endzeit von 5:22:48 Std., was Platz 292 von 1942 Teilnehmern bedeutete und Platz 58 von 265 Startern in meiner Altersklasse.