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"Das es nicht unser bestes Ergebnis werden wird war mir klar aber das wir dermaßen untergehen hätte ich nicht gedacht" fasste Christoph das Rennen zusammen. Mit seinem 12. Platz im Gesamteinlauf zeigte er sein bisher schlechtestes Resultat in der 2. Liga Süd. Auch David Lappöhn, Michael Zahrt, Florian Drexler und Heiko Weber hatten schwer zu kämpfen und konnten sich nicht unter den ersten 60 platzieren. So blieb am Ende ein deutlicher letzter Platz auf der Tabelle stehen. 

Wir sind optimistisch, dass dieses Resultat nur eine Ausnahme war und wir bei unserem Heimrennen wieder zeigen können, dass wir nicht an die letzte Stelle gehören. 

In diesem Sinne: Shit Happens 

Tief in den Wäldern des Kellerwaldes fand zum ersten Mal im Rahmen des Burgwald Triathlon uns ein Rennen der hessischen Ligen statt. Die Wolken hingen tief über den dunklen Wäldern und der Regen des Vortages hatte die Laufstrecke komplett aufgeweicht. Unserer Mannschaften waren mit zwei Teams bei den Rennen der fünften Hessen Liga am Start. Der Wettkampf wurde in zwei Abschnitte unterteilt. Am Morgen musste ein Swim & Run Wettkampf über die Strecken 350 m Schwimmen und 2500 m Laufen absolviert werden. Als Startrampe diente ein Bootanlegesteg über den sich die Athleten mit vollen Tempo in den Teich katapultierten. Das erste Team konnte sich beim Swim & Run im vorderen Feld behaupten. Die zweite Mannschaft belegte ein Platz Mittelfeld. Mit den Zeitabständen des Wettkampfs am Vormittag wurde am Nachmittag ein Triathlon mit den Distanzen 600 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km laufen gestartet. Der Regen hat er rechtzeitig zum Start aufgehört die Straßen waren schon leicht abgetrocknet aber an einigen Stellen noch nass und rutschig. Teile der Laufstrecke waren so tief und morastig das die Anforderungen wie beim Crosslauf waren. Entsprechend sahen die Beine und Schuhe der Athleten nach dem Rennen aus.Die Ergebnisse des Vormittags es konnten am Nachmittag bestätigt werden. Die erste Mannschaft belegte einen starken zweiten Platz in der Aufstellung Tim Himpelmann, Thomas Schröder, Dominik Auel, Markus Jacobi und Dirk Blumenstein. Das zweite Team mit Diana Tempel, Lars Ansuhn, Timo Hausotter, Michael Obst und Hans Peter Carstens belegte den neunten Platz in der Endtabelle. 

Beim Start der offenen Klasse konnte sich zwei Baunataler Athleten präsentieren. Anna Lutze konnte ihr Überlegenheit beim Schwimmsplit eindrucksvoll unter Beweis stellen . Das Feld von vorne direkt hinter dem Führungsboots anzuführen machte ihr sichtlich viel Freunde. 

Am Ende wurde sie 4. Frau und gewann ihre Altersklasse. Für den Schwimmer Jonas Nikolaus war es seine Triathlon Premiere. Er schlug sich wacker und konnte sich den 3. Platz in der Klasse der Jugend sichern

Es sollte DAS Rennen des Jahres für Tim Himpelmann werden. Ein ganzes Jahr lang hat er auf diesen Tag hingearbeitet, ist im letzten Jahr nur für die Anmeldung zum legendären Challenge Roth extra ins Frankenland gefahren und dann so eine Enttäuschung. Wie schon bei der Generalprobe über die Halbdistanz in Heilbronn hatte er auf dem Rad mit Materialproblemen zu kämpfen und musste nach einem kaputten Mantel und drei platten Schläuchen das Rennen vorzeitig beenden. Kopf hoch: Sieger stehen da auf, wo Verlierer liegen bleiben.

Am selben Tag startete unsere 2. Mannschaft in Borken beim Celticman in der 1. HTL. Morgens begannen die Sportler mit einem Swim and Run über 400m Schwimmen und 2,5km laufen, wo man sich auf dem 7. Platz einordnen musste. Wenige Stunden danach mussten Simon Jakob, Florian Drexler, Michael Zahrt und Heiko Weber Heiko noch einmal alle Kräfte für den Sprint Triathlon mobilisieren. An diesem Tag mussten die 4 Jungs auch noch auf Simon Sareika verzichten, der verletzungsbedingt ausfiel. Auch ein Einsatz von ihm am kommenden Wochenende in Tübingen bei der 1. Männermannschaft ist fraglich. Durch diese Schwächung schaffte man es leider nicht den anvisierten Podiumsplatz zu erreichen und musste sich am Ende mit einem 5. Tabellenplatz zufriedengeben. Die jeweiligen Ergebnisse findet ihr  hier.

 

Nach einem kurzen Wolkenbruch starteten am Nachmittag Christoph Bentz, Martin Busch, Dominik Auel, Johanna Lechner und Hans-Peter Carstens in der offenen Klasse. Hier konnte sich Christoph nach 57:25Minuten den Lorbeerkranz als Gesamtsieger aufsetzen lassen. Martin überzeugte an diesem Tag vor allem auf der windanfälligen Radstrecke und kam als 5. ins Ziel. Die anderen drei freuten sich über die Silbermedaille in der jeweiligen Altersklasse! Die Ergebnisse des Volkstriathlon findet ihr hier.

Wir haben uns mit Tim Himpelmann über seinen Start beim Challenge Roth am Wochenende unterhalten:

Hey Tim. Am kommenden Sonntag ist es soweit. Nach dem Ironman 2014 geht es für dich das 2. Mal über die volle Distanz von 3,8km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42km laufen. Die wichtigste Frage vorweg: bist du Fit?

 

Um mich kurz zu fassen: Ja! Jeder der mich kennt weiß, dass ich keine halben Sachen mache. Deshalb habe ich mich die letzten 9 Monate intensiv vorbereit. Alles lief wie geplant. Ich bin heiß und freue mich auf das Rennen

 

Was hast du aus dem Rennen in Frankfurt 2014 gelernt und was hast du in dieser Vorbereitung anders gemacht?

 

Mir ist bewusst geworden, dass zwei Dinge bei einer Langdistanz wichtig sind. Geduld und eine starke Radform. Vorallem für den Marathon sollte man möglichst nicht zu angeschossen vom Rad steigen. Aus diesem Grund habe ich bereits über die Weihnachtsfeiertage mein erstes Grundlagentrainingslager in Spanien mit dem Trainingsweltmeister David Lappöhn absolviert. Anschließend ging es dann im März für weitere 14 Tage nach Mallorca. Dort konnte ich vorallem die Erfahrung und Routine von Legende Heiko Weber Heiko aufsaugen. Die Aura, die der ehemalige Hawaii Teilnehmer ausstrahlt ist einfach einzigartig und sehr motivierend. Zwischendurch wurde das Training so gut es geht in den Berufsalltag integriert.

 

Was unterscheidet eine Langdistanz zu einer Sprintvorbereitung?

 

Man muss ganz klar sagen, dass Schwimmen spielt im Gegensatz zur Sprintdistanz eine eher untergeordnete Rolle. Da es zeitlich nur einen Bruchteil des Rennens ausmacht und das Windschattenfahren verboten ist. Ansonsten wird natürlich auch geschwommen, geradelt und gelaufen. Nur halt alles etwas langsamer und länger. Zwei wesentliche Aspekte unterscheiden sich dennoch im Training: Umfang und Intensität. Man muss ganz klar sagen: Masse ist Klasse und viel hilft viel. Da kann man natürlich nicht jede Einheit Keulen wie ein Kurzstreckler, sondern muss mit seinen Ressourcen vernünftig Haushalten.

 

Kannst du uns vielleicht einen Auszug aus deinem Trainingsalltag geben? Wie sieht eine Trainingswoche bei dir aus?

 

Das Training ist meist von Woche zu Woche etwas verschieden. Im Groben und Ganzen durch die herausragenden Bedingungen beim KSV Baunatal dennoch einigermaßen gesteckt. Eine typische Trainingswoche sieht bei mir folgendermaßen aus:

 

Montag: Aktive Erholung 30km Radfahren

Dienstag: 6 Uhr Schwimmen + Abends Bahntraining

Mittwoch: 60km Radfahren + 25km Koppellauf

Donnerstag: 90min Schwimmen

Freitag: 70km Rad

Samstag: 1h Schwimmen, 100km Rad mit Tempointervallen + 13km zügiger koppellauf

Sonntag: 140km Rad + 7km anlaufen.

 

Solch ein Volumen kann man natürlich nicht über mehrere Wochen durchgängig stemmen. Es ist wichtig, dass vereinzelt Ruhewoche, mit verringertem Training, eingestreut werden.

 

Puh, das ist ein ordentliches Pensum! Wie Gestaltet man da seine Ernährung?

 

(Lacht) das schöne an einer Langdistanz Vorbereitung ist, das man immer darauf achten muss genug zu essen. Allerdings versuche ich rotes Fleisch und sehr fertiges Essen zu meiden. Meine Arbeitskollegen haben mir schon Athrose im Kiefer vorausgesagt, sollte ich so weitermachen. Trotzdem habe ich es geschafft in der Vorbereitung fast 6kg abzunehmen.

 

Warum hast du dich für eine Langdistanz unter dem Challenge Label entschieden und nicht für einen offiziellen Ironman bei dem man sich für den legendären Triathlon auf Hawai qualifizieren kann?

 

Ich sehe mich einfach persönlich noch nicht soweit. In meiner Altersklasse schaffen es nur die 2-4 besten pro Rennen (je nach Austragungsort). Schaut man Beispielsweiße in die Ergebnislisten vom vergangenen Rennen in Frankfurt, reden wir hier von einer Zeit von unter 8:55h. Das ist schon brutal!

 

Und warum Roth?

 

Neben Frankfurt ist Roth die Adresse für Langdistanz in Europa. Ich meine wenn ein Rennen mit 4000 Startern, ein Jahr im voraus, nach nur 58sek (!!!!) online ausgebucht ist, muss es etwas ganz besonderes sein oder? Ich habe mir viele Videos von der Veranstaltung angeschaut und auch die Anmeldung vor Ort hat gezeigt: Die Stimmung ist der absolute Wahnsinn! Da muss man mal gestartet sein.

 

Worauf freust du dich am meisten?

Auf die Currywurst mit Pommes nach dem Rennen:) Nein Spaß. Der zweimal zu fahrende Solarer Berg ist natürlich das Highlight der Radstrecke. Mit über 30 000 Zuschauer auf 2km Anstieg. Da kommt echtes Tour de France Bergetappen feeling auf! Die Bilder habe ich seit Monaten im Kopf und motivieren mich im Training.

Am meisten freue ich mich allerdings auf dem Moment mein Rad in die 2. Wechselzonen zu schieben. Denn dann weiß man: Jetzt liegt es nur noch an einem selbst!

 

Wie gestaltet sich die Verpflegung während solch einer Langdistanz?

 

Die Ernährung ist ein ganz wichtiger Aspekt auf der Langstrecke. Man spricht nicht ohne Grund von der 4. Disziplin. Man verbraucht ca 10 000 kcal während eines solchen Rennens. Daher sollte man ca. 1g pro kg Körpergewicht an Kohlenhydraten zu sich nehmen. Das sind bei mir 74g kh die Stunde. Ich werde wie auch 2014 auf energygels setzen und 15 Stück mit etwas Wasser und Salz in einer radflasche auflösen (yammmmi). Auf der Laufstrecke gibt es dann Cola bzw. alles was ich sonst noch so in die Finger kriege.

 

Das Schwimmen ist deine persönlich schwächste Disziplin, hast du davor am meisten Angst?

 

Nein ehrlich gesagt garnicht. Das Schwimmen ist zum Glück die Auftaktdisziplin und hoffentlich nach gut einer Stunde vorbei.

Ein technischen Defekt wie bei der Generalprobe in Heilbronn sollte natürlich nicht erneut vorkommen.

Ehrlich gesagt habe ich am meisten Respekt vor der 2. Hälfte der Laufstrecke. Denke ich an mein Debüt zurück, habe ich in diesem Abschnitt sehr gelitten. Hier entscheidet einfach der Kopf! Ich hoffe ich kann dieses Jahr meine Stärke als solider Marathonläufer ausspielen.

 

Man konnte dich bislang so gut wie garnicht in Ergebnislisten der heimischen Triathlon finden. Woran liegt das?

 

Ich habe mich bewusst dazu entschieden, die volle Konzentration auf Roth zu legen. Es ist zwar generell immer möglich einen kleineren Wettkampf aus dem Training heraus zu absolvieren. Da ich jedoch unter der Woche nicht so viel Zeit habe, habe ich die Wochenenden vorallem für umfangreichere Trainingseinheiten genutzt.

 

Was rätst du allen die Probleme haben sich zu sportlichen Aktivitäten zu motivieren?

 

Ich denke es ist ganz wichtig das man sich ein Ziel steckt. Dieses sollte leicht hochgesteckt aber dennoch realistisch und kurzfristig zu erreichen sein. Als nächstes Empfehle ich möglichst vielen von seinen Plänen zu erzählen. Ein bisschen große Klappe ist an dieser Stelle nicht verkehrt. Warum? Das schafft Motivation! Und man steht als absoluter Volldepp da, wenn man die Sache nicht durchzieht. Hat man die ersten paar Wochen überstanden ist es meist ein Selbstläufer

 

Abschließend natürlich noch die Entscheidende Frage, was hast du dir zeitich für Roth vorgenommen?

 

Zeitliche Prognosen sind immer sehr schwer zu treffen. Das Rennen erstreckt sich über so viele Stunden, da kann viel passieren. Ja ich weiß, jetzt willst du eine konkrete Zeit hören :), aber die oberste Divise für das Rennen heißt: Geduldig bleiben! Ich möchte gerne meine Zeit (10h:19) von vor 2 Jahren deutlich verbessern. Die Strecke in Roth bietet dafür die besten Voraussetzungen. Was der Wettergott am Renntag für eine Laune hat, werden wir sehen. Wichtig ist, dass man seine Hausaufgaben gemacht hat! Und das habe ich. Alles weitere werden wir am Sonntag sehen.

 

Viel Erfolg und ein gutes Rennen!

#tempooooo

Wolfgang Weigand als einer unser erfahrensten Sportler schildert seine Eindrücke vom Ironman in Frankfurt:

Trotz widriger Bedingungen wegen Kälte, Regen und Gegenwind lief es von den Platzierungen her optimal!
Der „fliegende“ Holländer Hans Van der Linden vor mir ist mit 90 Minuten Vorsprung schon eine andere Liga, er war bei meinem zweiten Platz vor 5 Jahren schon über eine Stunde vor mir, so dass ich mir gegen ihn ohnehin keine Chancen ausgerechnet habe. Immerhin habe ich dem Zweiten in der DM Gerhard Müller, den ich stärker eingeschätzt hatte, auch 90 Minuten abgenommen.

 

1. Van der Linden,Hans S: 1:09:20 B: 5:59;31 R: 4:20:49v Tot.: 11:42:45

2. Weigand, Wolfgang S: 1:30:10 B: 6:47.04 R: 4:43:28 Tot.: 13:12:47 1.DM

3. Radosevic, Borivj S: 1:29:20 B: 6:56:09 R: 5:45.11 Tot.: 14:29:55

4. Müller,Gerhard S: 1:27:28 B: 6;56,52 R: 5:55:59 Tot.: 14:42:49 2.DM

 

Tschja bei den vier ältesten Teilnehmer werden die Abstände eben größer!

Das Schwimmen lief mit dem „Rollenden Start“ relativ gut und komfortabel im Vergleich zu dem sonstigen“ Wassergeprügel“.

Beim Radfahren erwies sich unser Wettkampfanzug aber als etwas zu „dünn“, so dass ich über die gesamte Radstrecke fror, besonders bei dem teilweise starken Gegenwind von Friedberg nach Frankfurt und dem Regen auf zweiten Radrunde. Beim Laufen erreichte ich dann wieder meine normale Betriebstemperatur und bis KM 25 lief es recht gut, dann aber fehlten mir die durch die Kälte verbrauchten Körner und ich musste mich bis zum Ziel durchbeißen. Eigentlich hatte mir meine Endzeit ca. 30 Minuten schneller vorgestellt, was aber bei den Platzierungen nichts ausgemacht hätte. Immerhin bekamen die „Oldies“ bei der Siegerehrung mit „standing ovations“ den größten Beifall!

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