IRain-man am Edersee

Der traditionsreiche Triathlon in Waldeck am Edersee am 25.6.16 war eine feuchte Angelegenheit. Zunächst wollte das Kampfgericht 22,5 Grad Wassertemperatur gemessen haben und verbot daraufhin die Kälteschutzanzüge. Da war auch der einsetzende Regen den Schwimmern egal, nicht ahnend, dass der Dauerregen bis zum Ende des Rennens anhalten sollte. Wasserfontänen beim Rad fahren und Pfützen beim Laufen machten das Rennen zu einer Wasserschlacht.
 

Von den Triathleten des KSV Baunatal kam beim Sprint-Wettkampf (750-18-5) Florian Jäckel mit den Bedingungen am besten zurecht und wurde zum IRain-Man: 4. Platz im Gesamtklassement, 1. Platz in der TM 35 und hinten raus einen schnellen Lauf in 19:05 Minuten.

Platz 2 in der gleichen Altersklasse ging an Jan Ansuhn, der die Früchte des heimlichen Trainings ernten konnte und auf dem Rad viele Konkurrenten nass machte.

Sehr zufrieden, vor allem auf dem Wasserrad, war auch Achim Hänlein, der nach zweijähriger Verletzungspause mit Platz 3 in der TM55 sein Comeback feierte.

Stefan Kamm zeigte eine konstante Leistung in allen drei Disziplinen und konnte bei Rad und Laufen noch einige Plätze gut machen.

Hans-Peter Carstens belegte in der TM60 einen zweiten Platz und hatte seinen besten Split auf dem Rad.

 

Bei den Damen holte Newcomerin Johanna Lechner den zweiten Platz im Gesamtklassement, nachdem sie beim Schwimmen alle Frauen und die meisten Männer hinter sich gelassen hatte.

Claudia Röder wurde Dritte in der TW45 und hatte ihre Stärke bei 24:18 Minuten im Laufen.
Beim Rennen der Olympischen Distanz über 1500m Schwimmen, 42km Rad und 10km Laufen gab’s für’s Startgeld die doppelte Anzahl von Regentropfen.

 

Michael Zahrt darf sich jetzt Hessischer Vize-Regen-Meister der TM35 nennen mit einer ausgeglichenen Leistung in allen drei Disziplinen und Platz 10 in der Gesamtwertung.

Ebenso konstant war Wolfgang Schmidt und wurde mit dem Sieg in der TM60 in der offenen Wertung belohnt.

 Ergebnisse gibt es Hier

2. Bundesliga Rothsee und DM Elite Düsseldorf

Ein durchwachsenes Wochenende haben die Sportler des Zweitliga Teams am Wochenende in Roth erlebt. Zuerst kam Donnerstagabend die Hiobsbotschaft, dass Tobi Kisling sich ein Band gerissen hat und somit verletzungsbedingt ausfällt und dann konnte der für ihn eingesprungene Simon Sareika unverschuldeter weise das Rennen nicht beenden.

Beim Line-up der Bundesliga Starter auf dem schmalen Strand (es erfolgte ein Landstart) war schon allen klar, dass es bei der ersten Boje richtig eng werden wird. Christoph erwischte einen super Schwimmpart und konnte sich sofort mit der Spitze absetzen und hatte daher genügend Platz. Alle anderen Jungs hatten leider mit der üblichen Prügelei an der Wende zu kämpfen. Am Schwimmausstieg war es Christoph, der als 2. des Feldes die Spitzen Gruppe aus dem Wasser führte. Etwa 40 Sekunden nach ihm folgte Dario Ernst, der sich dank seiner Schwimmstärke auch im vorderen Feld platzieren konnte. Bastian Schalk kam wiederum mit einem etwa 45 Sekunden Abstand auf Dario aus dem Wasser und versuchte auf dem Rad einiges an Boden gut zu machen. Simon und David fanden sich nach dem Schwimmpart in einer gemeinsamen Rad Gruppe wieder und arbeiteten gut zusammen. An diesem Tag gelang es der Spitzen Gruppe wieder einmal ihren Abstand zu halten und somit nicht vom Hauptfeld eingeholt zu werden. Im Gegensatz dazu bildete sich im Hauptfeld eine etwa 40 Mann große Rad Gruppe, wo sich auch Dario und Bastian befanden. Hier lief also alles auf ein Laufduell hinaus.

Die Sonne brannte an diesem Tag gnadenlos auf die Sportler ein, sodass das Laufen bei 33 Grad in der prallen Sonne zu einer echten Belastungsprobe wurde. In der Spitze belauerte man sich erst einmal und wartete ab, was die Konkurrenz macht. An der Laufzeit von etwas über 17 Minuten erkennt man, dass das Tempo zwischenzeitlich ziemlich verschleppt wurde und der Sieg im Sprint Finish ausgetragen wurde. Bastian hatte an diesem Tag richtig gute Laufbeine und rannte noch auf den 21. Gesamtplatz vor, was sein bisher bestes Resultat darstellt. Dario hatte schwer mit der Hitze zu kämpfen und blieb leider unter seinen Möglichkeiten.

Also Simon und David letztlich in die Wechselzone kamen gab es einige Verwirrung. An Davids Rad Platz hing ein Rad und seine Schuhe waren samt Startnummer bereits auf der Strecke unterwegs. Teamplayer Simon Sareika zögerte nicht lange und gab David seine Laufschuhe, sodass er mit einem 5 Größen größeren Schuh die 5km in Angriff nehmen konnte. Das ist wahrer Teamgeist!

Am Ende des Tages gab es ein gemischtes Fazit: „Wir können mit dem 7. Platz in der Tageswertung sehr gut Leben aber das Potential ist noch nicht komplett ausgeschöpft. Auf den 6. Platz war es jedoch ein großer Abstand, sodass auch ein Tagessieg von Christoph oder eine „Normalplatzierung“ von Dario nichts an der Situation verändert hätten.“

 

Einen Tag darauf fuhr Christoph nach Düsseldorf zum Rennen der 1. Bundesliga, in dem auch in diesem Jahr die Deutsche Meisterschaft der Sprint Elite ausgetragen wird. Geschwommen wurde mit Neoprenanzug im Düsseldorfer Medienhafen. Nach der ersten von 4 Bojen lag der KSV Sportler noch auf einem aussichtsreichen 15. Platz im Gesamtfeld bevor es ihn dann hart an der 2. Boje erwischte. Verwickelt in eine große Prügelei verlor er etliche Plätze und kam nur im hinteren Mittelfeld aus dem Wasser. Auf dem Rad wurde auch wie schon im letzten Jahr ein brutal hohes Tempo angeschlagen und der Kurs war technisch sehr fordernd. So kam es dann auch sofort an der ersten Wende zum Sturz, sodass die Rad Gruppe geteilt wurde und der hintere Teil in dem sich Christoph befand zurückfiel. Es war den verbleibenden 10 Jungs leider nicht mehr möglich die Lücke nach vorne zu schließen, sodass sie mit einem großen Abstand in die zweite Wechselzone liefen. Mit einer Portion Wut im Bauch rannte Christoph dann noch einmal so schnell die Beine es zuließen, nach dem Rennen am Tag davor. Mit einer Laufzeit von 15:26 (Der DM U23 Sieger lief 14:56) war es seine beste Laufperformance bisher und der Abstand im Laufen auf die Spitze verkleinert sich kontinuierlich.

Sein Fazit: „Ich hatte heute leider viel Pech, dafür eine Super Form. Im Schwimmen bin ich weit hinter meinen Erwartungen geblieben und die Stürze auf dem Rad kann man leider auch nicht ändern. Das Laufen hat bei dieser Wahnsinns Kulisse am meisten Spaß gemacht und ich hoffe jetzt in Tübingen wieder so schnelle Beine zu haben.“

 

Alle Ergebnisse vom Wochenende findet ihr unter: Rothsee Triathlon und Triathlon Bundesliga